ft ist der erste Satz, den ich in einem Beratungsgespräch zu hören bekomme: „Es muss vor allem pflegeleicht sein.“ Dahinter verbirgt sich der Wunsch, im Garten nichts machen zu müssen und dennoch immer ein ansprechendes Bild dort draußen vorzufinden. Die gute Nachricht lautet: Dieser Wunsch kann (fast) erfüllt werden, allerdings nicht ganz ohne Eingreifen, denn was lebt, verändert sich. Wer diese Veränderung lenken möchte, muss aktiv werden. Ansonsten wächst, was will, was auch schön sein kann.
„Leben ist Veränderung.“
Der Umfang des Arbeitsaufwands im Garten kann aber durchaus minimiert werden. Das fängt an mit einer klaren Zielstellung auf der Basis der Gegebenheiten, sprich: einem Plan. Je nachdem, welche Vorstellungen im Garten verwirklicht werden sollen, kann der Pflegeaufwand mal höher und mal niedriger sein. Mit professioneller Hilfe, dem richtigen Werkzeug und genug Wissen darüber, wann, was zu tun ist, kann das Leben im Garten sehr entspannt sein.
Landwirtschaftliche Flächen können als Vorbild dienen, wenn sie ökologische Gesichtspunkte berücksichtigen. Denn dort gibt es die intensiv beackerten und gepflegten Kulturflächen, die Ertrag bringen müssen und viel Zuwendung brauchen. Brachflächen, die zum Beispiel mit einer Zwischenfrucht eingesät sind, ruhen das Jahr über und werden nur abgemäht, wenn sie als Viehfutter gebraucht werden. Gerahmt wird die Fläche von Bäumen und Sträuchern, die frei wachsen dürfen und Vögeln Lebensraum bieten, die sich wiederum von potenziellen Schädlingen, wie Raupen, Käfern oder Mäusen ernähren. So ergibt sich ein lebendiges Bild unterschiedlich genutzter Bereiche.
Wer gerne frisches Gemüse aus dem eigenen Garten erntet, wird auch viel Zeit investieren müssen. Der Lohn der Mühen ist der Genuss und die Freude am Erfolg. Einjährige Gemüse, Kräuter und Blumen werden jedes Jahr neu angesät, und während ihrer relativ kurzen Lebensdauer kontinuierlich umsorgt. Nach jedem Zyklus wird die Erde wieder umgebrochen und die neue Saat muss gelegt werden für die kommende Ernte. Die Idee der Permakultur vertraut dabei weitgehend auf Selbstaussaat, was den Aufwand deutlich reduziert, die Ernte aber mehr dem Zufall überlässt. Wasser wird in jedem Fall gebraucht, denn Gemüse, Kräuter und Obst sollen üppig, frisch und knackig sein.
Eine blütenreiche Wiese sieht schön aus, kann flexibel genutzt werden und hat trotz geringen Pflegebedarfs einen hohen ökologischen Wert. Sie kann den Garten weitgehend ausfüllen oder eine Teilfläche einnehmen, die nicht zu klein sein sollte. Je nach Bodenart, Flächengröße und Mähhäufigkeit werden sich unterschiedliche Arten dort etablieren. Auch die Wiese sollte von Gehölzen begleitet werden, um Vögeln Raum zu geben. Wichtig ist, die Wiese nie vollständig abzumähen, sondern immer Teilflächen bis zum kommenden Sommer stehen zu lassen. Am besten ist die sogenannte Staffelmahd, das heißt, Teile der Wiese werden zu unterschiedlichen Zeiten abgemäht. Das Schnittgut sollte immer ein paar Tage liegen bleiben und dann abgeräumt werden. Das hat den Vorteil, dass Schmetterlinge und Käfer in all ihren Entwicklungsstadien passende Strukturen finden. Gestalterisch ansprechend und auch für Menschen einladend kann die Wiese in vielfältigen Formen gemäht werden, z.B. als Spirale, Labyrinth, in Wellen oder einfach als Kreis mit Rahmen. Man kann Wege drumherum mähen oder mittendurch und im nächsten Jahr wieder ganz anders. Eine Wiese ist etwas für Experimentierfreudige!
Am wenigsten Arbeit macht eine standortangepasste Pflanzung, die den gesamten Boden bedeckt und höchstens einmal pro Jahr zurückgeschnitten wird. Hier sollte im Vorfeld der Boden für die Bedürfnisse der Pflanzen vorbereitet werden. In den ersten 2-3 Jahren nach der Pflanzung muss die Fläche von Spontanvegetation freigehalten werden. Wenn sich später in Lücken Pflanzen ansiedeln, die ursprünglich dort nicht vorgesehen waren, kann man sich fallbezogen überlegen, ob sie bleiben sollen oder sie ausreißen. Eine Gemeinschaft aus trockenheitsverträglichen Stauden, Halbsträuchern und Zweijährigen kommt, nachdem sie gut eingewurzelt ist, auch in Trockenjahren mit natürlichen Niederschlägen zurecht, muss also nicht zusätzlich gewässert werden.
Sie möchten Ihren Garten naturnah gestalten oder suchen Unterstützung bei der nachhaltigen Gartenpflege in Mannheim und Umgebung? Mehr zu unseren Leistungen finden Sie unter Gartenpflege.
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.